Um 18:49 Uhr riefen Hausbewohnerinnen und Hausbewohner eines Mehrfamilienhauses aus der Zörgiebelstraße in Seeberg an und meldeten einen Kellerbrand in ihrem Haus. Als die Einsatzkräfte der Feuerwache Chorweiler sieben Minuten später an der Brandstelle eintrafen, trat bereits aus mehreren Kellerschächten dichter schwarzer Rauch aus und hüllte das gesamte Eckhaus ein. Aufgrund der extrem starken Rauchentwicklung wurde sofort die Alarmstufe 3 ausgelöst und weitere zwei Löschzüge alarmiert. Gemeinsam mit den Einsatzkräften der Löschgruppe Fühlingen wurde die Brandbekämpfung im Keller unter Vornahme eines C-Rohres mit Atemschutz vorgenommen und gleichzeitig wurden die ersten Trupps zu den darüberliegenden Wohnungen geschickt.
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Bildquelle: www.express.de (Thomas Banneyer)
Im Keller brannten mehrere offene Kellerverschläge, Autoreifen und Einrichtungsgegenstände. Die Hitze im Keller war so groß, dass die vorgehenden Trupps keine Chance hatten, den Brand im Innenangriff zu bekämpfen. Der Brand breitete sich daher rasch im Keller aus, so dass die Rauchentwicklung weiter zunahm und Flammen aus den Kellerschächten schlugen.
Gleichzeitig meldeten sich einzelne Hausbewohnerinnen und Hausbewohner telefonisch bei der Leitstelle oder bei Bekannten und gaben an, dass bereits Rauch in die Wohnungen eingedrungen war. Der Einsatzleiter entschied sich daher, alle Wohnungen des Brandobjektes zu räumen und die Bewohnerinnen und Bewoher ins Freie zu bringen, wo sie in Bussen der Kölner Verkehrs-Betriebe vom Rettungsdienst betreut werden konnten. Um alle Wohnungen zu kontrollieren und sicher zu gehen, dass niemand verletzt in der Wohnung zurückblieb mussten die meisten Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden.
Da auch aus dem Nachbarhaus Rauch aus dem Keller drang wurden auch hier alle Obergeschosse begangen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarhauses konnten allerdings in ihren Wohnungen verbleiben. Wegen des hohen Kräftebedarfs zur Brandbekämpfung und der gleichzeitigen Menschenrettung wurden ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr und zusätzliche sieben Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert.

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Erst durch den Einsatz von Löschschaum konnte das Feuer eingedämmt werden. Der komplette Keller wurde schließlich bis zur Kellerdecke mit Schaum geflutet, wodurch die Rauchentwicklung deutlich zurückging. Zwei Bewohner wurden mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus transportiert. Weitere fünf Bewohnerinnen und Bewohner konnten nach Untersuchung durch den Notarzt vor Ort verbleiben. Nur durch das besonnene Verhalten der Hausbewohnerinnen und Hausbewohner und durch die besondere Bauart des Hauses mit Laubengängen, konnte die Zahl der Verletzten auf zwei Leichtverletzte beschränkt bleiben.
Die Nachlöscharbeiten werden voraussichtlich noch bis in die Vormittagsstunden des morgigen Tages andauern. Bis die letzten Brandnester abgelöscht werden können, muss kontinuierlich Löschschaum durch die Kellerschächte nachgeschäumt werden. Erst wenn keine Rauchentwicklung mehr feststellbar und der Löschschaum zerfallen ist, können Einsatzkräfte den ursprünglichen Brandherd im Keller erreichen und abschließend kontrollieren. Bis dahin verbleibt ein Löschzug der Berufsfeuerwehr zur Kontrolle und für Nachlöscharbeiten vor Ort.
Die Stromversorgung im Keller musste sicherheitshalber abgeschaltet werden, weshalb auch die Zentralheizung des Hauses ausgefallen ist. Vertreter der Hausverwaltung, die Wohnungsversorgungsbetriebe der Stadt Köln und die Bewohnerinnen und Bewohner klären derzeit, ob die Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Wohnungen verbleiben wollen. Sofern einzelne Personen in Notunterkünften untergebracht werden müssen, kann dies über die Wohnungsversorgungsbetriebe sicher gestellt werden.
Im Einsatz waren insgesamt 175 Einsatzkräfte vor Ort. Bis 23 Uhr wurden mehr als 60 Pressluftatmer und rund 2000 Liter Schaummittel eingesetzt.
Im Einsatz waren folgende Einheiten:
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Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Dellbrück-Strunden, Fühlingen, Longerich, Esch, Lövenich, Zündorf, Wahn und Merkenich
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Löschzüge der Berufsfeuerwehr Chorweiler, Weidenpesch, Ehrenfeld, Mülheim und Innenstadt
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Rettungsdienst
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vier Notärzte
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sechs Rettungswagen
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zwei Rettungsbusse
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Einsatzleitung
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Amtsleiter der Berufsfeuerwehr
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drei weitere Führungsdienste
Zusätzlich wurden die eingesetzten Feuerwachen der Berufsfeuerwehr durch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.
Die Löschgruppe Brück wurde um 19:24 Uhr zur Wachbesetzung der Feuer- und Rettungswache 5 (Weidenpesch) alarmiert. Daraufhin fuhren das LF-Brück-1 unterstützt durch das Messfahrzeug-Brück und dem SW-Brück die Feuerwache 5 an und stellten bis 23:00 den Brandschutz im Wachbezirk 5 sicher. Während der Wachbesetzung kam es zu keinem weiteren Einsatz für die Löschgruppe.